„All animals are (legally) equal, but some animals are more equal than others.“

Man nehme eine internationale Organisation. Und man nehme einen normalen europäischen Staat. Dann vermenge man diese beiden und man bekommt ein Büro in diesem selben Staate. Das ist sehr gut für den Staat! Denn es bringt Prestige und Kaufkraft. Und Prestige. Und es ist auch toll für die IO, denn sie muss nichts für die Räumlichkeiten, Möbel oder sonst etwas zahlen. Ja selbst die Mitarbeiter können dem Fiskus den Stinkefinger zeigen, den so lautet nun mal das Abkommen: Wir machen ein Büro auf, ihr zahlt dafür, aber wir geben euch dafür keine Einkommenssteuer. Aber sonst unterwerfen wir uns natürlich allen Gesetzen und Vorschriften des freundlichen Landes, das uns beherbergt. Denn Rule of Law ist eines der grundlegendsten Prinzipien unserer Tätigkeit. Wir trinken und predigen Wasser!

Wobei der Wein wäre steuerfrei…

 

 

 

P.S.: Nur eine Ausnahme müssen wir leider machen vom sonst so guten Rechtssystem, das wir voll und ganz akzeptieren: Das Arbeitsrecht muss leider draußen bleiben. Sonst müssten wir ja noch Leute anstellen, die wir jahrelang als Werkvertragsnehmer vor uns hertreiben, ohne die Aussicht auf eine richtige Anstellung. Es spart uns ja auch recht viel (Steuer)Geld! Also gut für alle!

 

 

 

P.P.S.: Und nein, es gibt keinen Widerspruch darin, daß man in den nicht-so-entwickelten Ländern auf internationale Arbeitsrechtsstandards pocht und vorschreibt. Um das zu verstehen, müßte man an einer der „Handvoll-Universitäten“ studiert haben…

1 Gedanke zu “„All animals are (legally) equal, but some animals are more equal than others.“

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