Arbeiten als Nikolaus

Anlässlich des heutigen Tages, den 6. Dezember 2015, möchte ich mich einer kleinen beruflichen Nische widmen: dem Arbeitsmarkt für Nikoläuse.

Abgesehen von den zahlreichen Schokoladeausgaben, die uns seit dem Herbst aus sämtlichen Supermärkten in Alupapier eingewickelt entgegenglitzern, damit wir nach dem Sommerschlussverkauf schon mental auf das nächste Konsumhighlight im Handel vorbereitet werden, nämlich die Weihnachtszeit, gibt es ja auch noch richtige Nikoläuse. Die nicht zum Essen da sind. Aber trotzdem käuflich.

Man glaubt es kaum, aber so ein Job als Nikolaus ist unter Umständen recht lukrativ. Für einen Auftritt, der im Schnitt etwa eine halbe Stunde lang dauert, kann man zwischen 30.- EUR und 60.- verlangen. Aufpreise gibt es für Krampus- oder Engelbegleitung oder weitere Services wie Geschenkesackerl, größere Kindergruppen und natürlich: Auftritte auf betrieblichen Feiern. Da wiederum gibt es auch Angebote, als „Sexy Weihnachtsengerl“ oder Bodypainting Modell zu arbeiten. Das geht dann schon wieder in Richtung einer anderen Branche, um die es heute nicht gehen soll.

Man muss unterscheiden zwischen Agenturen, über die die Nikoläuse angestellt werden und solchen, die selbstständig arbeiten. Über Agenturen bekommt man oftmals zumindest die Ausrüstung zur Verfügung gestellt, die Stundensätze sind dafür eher niedriger. Kommt ein Nikolaus oder auch Weihnachtsmann im Schnitt auf 10 Termine am Tag, v.a. an Weihnachten selbst bzw. am Nikolaustag, dann zahlt sich das schon richtig aus. Aber wie kommt man an solche Auftritte? Es gibt einige Weihnachtsagenturen und Studentenwerke, über die an Kunden vermittelt wird. Alternativ dazu kann man Ausschreibungen für Nikolausjobs auf Jobportalen finden.

Klarerweise ist der Job stark saisonabhängig und auf wenige Tage im Jahr beschränkt. Wer sich aber trotzdem fachlich richtig einarbeiten möchte, dem steht ein Gang in die Nikolausschule offen. Dort wird man dann tatsächlich zum professionellen Nikolaus oder Weihnachtsmann ausgebildet. Möglicherweise kann man ja dann die Ausbildungskosten über weitere ähnliche Events im restlichen Jahr amortisieren. Die Kompetenzen als Osterhase könnten ja durchaus vergleichbar sein. Wenn nicht, gibt es vielleicht dafür den Kurs „Osterhase – aber jetzt richtig!“ bei Humboldt. 😉 Rechnet man dann noch das immer populärer werdende Halloween dazu und wechselt einfach das Kostüm, steht einer gleichmäßig verteilten beruflichen Auslastung über das Jahr hinweg nicht mehr viel im Weg. Dann müsst ihr euch auch nicht den Bart schon ein halbes Jahr vorher zu wachsen beginnen lassen, wie der Wiener Weihnachtsmann 😉

Der Job ist allerdings eher für Männer, denn die obligatorische Frauenquote hat diese Berufssparte offensichtlich noch nicht erfasst. Auch wenn die „Laus“ eigentlich weiblich ist.

 

 

Nützliche Links:

Studentenwerk Berlin

Weihnachtsmann mieten

Job auf Karriere.at

Tipps für Nikoläuse

 

3 Gedanken zu “Arbeiten als Nikolaus

    • ja gute Idee, die gibt´s sicher haufenweise. Allerdings muss man sich überlegen, ob man sich einer solch massiven Konkurrenz aussetzen möchte… 😉

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