Das Märchen vom Prinz(ip) „DIVERSITY“

Es war einmal eine große, wichtige, internationale Institution, der König. Der König der Weisheit und Erkenntnis hatte Prinz(ip) Diversity zum alleinigen Herren über die Auswahl neuer Diener auserkoren. Und tatsächlich, wohin man sah: Menschen aus allen Herren Länder, Afrika, Asien, Süd-Amerika, selbst aus Australien (also straffällige Engländer mit Schafen am Rücken) und einige, gaaanz wenige aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Selbst in der Kombüse gab es ein globales Angebot an Speis und Trank. Eine so bunte Mischung, das gefiel Prinz(ip) Diversity. Und so stellte Prinz(ip) Diversity sicher, daß seine schloßeigene PR-Abteilung alles daran setzte, im Namen von Diversity, diese Nachricht allen kundzutun, die irgendwie in Berührung kamen mit seinem Reich: „Hier kann jeder, von wo auch immer, alles werden!“

Doch da tauchte eines Tages die böse, böse Hexe, Entschuldigung, die böse und stiefmütterlich behandelte Gewerkschaft der Untertanen auf. Und in einem Anfall von Wahnsinn und Unsinn, wurde folgendes aus den Untiefen der Statistiken berichtet: Geografisch gesehen stimmt Prinz(ip) Diversity´s Einschätzung. Es arbeiten unter ihm Menschen aus allen Teilen der Welt. Natürlich gibt es eine leichten Überhang auf Seiten des Landes, auf dessen Gebiet (auf dessen Geld) diese Festung gewachsen ist, aber das in einem nicht übertriebenen Maße.

Jedoch! Wenn man sich den Werdegang der Mitarbeiter analysierte stellte sich heraus, daß Prinz(ip) Diversity einen Hauch geschummelt hat. In einem (sehr) auffallenden Maß haben viele der Untertanen unabhängig von ihren Herkunftsländern an einer Handvoll, Universitäten ihre gar meisterlichen oder doktorhaften Abschlüsse gemacht. Auch waren diese Universitäten, was die geografische und kulturelle Verteilung betraf, sehr eingeschränkt: alle waren in der Sprache Shakespeares betrieben und in der Welt der Angel und Sachsen angesiedelt.

Diese infame Unterstellung, Prinz(ip) Diversity hätte sich ein Reich aus gleichgeschalteten Dienern des Systems, die die selben Methoden und Instrumente erlernt haben und somit kaum in der Lage waren mit neuen Ideen und Lösungen aufzuwarten sondern in die kuschelige Welt von Königin Groupthinking entschlummerten, wurde so nicht hingenommen. Es wurde nicht einmal wahrgenommen.

3 Gedanken zu “Das Märchen vom Prinz(ip) „DIVERSITY“

  1. hi Kork, danke für den Einblick in die Diversität internationaler Organisationen. Bei soviel Adel, gibt´s eigentlich auch eine Prinzessin? 😉

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