Ehemaliger Bundeskanzler als Berater gegen Jugendarbeitslosigkeit

Dass ein ehemaliger Bundeskanzler, während dessen Amtszeit die Arbeitslosigkeit Rekordausmaße erreicht hat, nun als UN-Sonderbotschafter gegen Jugendarbeitslosigkeit in Aktion treten soll, erscheint erstmal grotesk. Tatsächlich ist jedoch die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Österreich nach wie vor relativ vorbildlich. Zumindest im EU-Vergleich steht Österreich zumindest an 6. bester Stelle, obgleich mit einer Jugendarbeitslosenquote von über +4% über den Spitzenreitern Malta und Deutschland (Stand Mai 2016 – Berechnung nach Eurostat). Ob sich das Werner Faymann, der im Mai 2016 zurückgetreten ist, auf die Fahne schreiben kann, ist eine andere Frage, die, unter anderen, bissig in einem Artikel der Presse gestellt wird. In jedem Fall wären die knapp 380.000 Arbeitslosen (Stand Juli 2016 – nationale Berechnung) froh darüber, wenn es für sie auch so ein Auffangbecken für „beruflich Gescheiterte“ gäbe…

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