Multitasking, Stress und ein spannender Radiobeitrag

Multitasking ist der lustige, lateinisch-englisch gemischte Begriff, der im Deutschen seit Jahren zum gängigen Vokabular gehört. Eigentlich bedeutet er  nicht mehr als „viele Aufgaben“, gemeint ist jedoch die vermeintliche Fähigkeit, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausführen zu können, die uns seit Jahren als das non-plus ultra der zu erstrebenden Qualitäten eines braven Arbeitsnehmers verkauft wird.

Aber wie kann man eigentlich zwei Dinge zur gleichen Zeit erledigen? Ist das dann wie beim Klavierspielen, wo sich linke und rechte Hand unterschiedlich bewegen und sollen wir nun alle Instrumentalunterricht nehmen? Wobei beide Hände immer noch eine gemeinsame Melodie schaffen… Geht es nicht viel eher darum, in immer kürzeren Abständen zwischen verschiedenen Tätigkeiten, wie beispielsweise zwischen Bildschirm, Handy, Festnetz und Kollegen im Zimmer hin- und herzuspringen?

Immer schneller und immer mehr in immer kürzerer Zeit. Und wenn man mal am kochen und whatsappen gleichzeitig ist, könnte man dabei doch noch super mit den Füßen und einem feuchten Lappen den Boden… na gut…

Wie auch schon die heutige Tendenz in unserer Kommunikation miteinander, sich nichts und niemandem exklusiv zu widmen, müsste man hier, wäre man ehrlich, auch viel eher sagen: „ich mache ganz viel, aber halt auch nichts so richtig“.

Dass und in welcher Form sich die Beschleunigung der Gesellschaft, erlebte Sinnlosigkeit am Arbeitsplatz etc. als Stress auf Körper und Seele auswirken, war diese Woche auch Thema einer wirklich interessanten Radiobeitragsserie auf Ö1 (7 Tage Ö1 Mo-Do „Radiokolleg – Das überforderte Ich“ – Teil I – IV)

2 Gedanken zu “Multitasking, Stress und ein spannender Radiobeitrag

  1. Multitasking wird total überbewertet. Es sagt doch schon der reine Menschenverstand, dass man zwei oder mehrere Aufgaben nicht gleichzeitig erledigen kann. Die Konzentration leidet darunter und es entstehen viel schneller Fehler. Lieber erst an einer Sache konzentriert arbeiten und sich dann die nächste vornehmen. Von daher….Recht hast du.

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