Wenn sich Unternehmen für ihre exzessive Fluktuation schämen…

Was passiert, wenn man sich versehentlich ein Email an seine ehemalige Firmenadresse schickt? Normalerweise sollte die Email-Adresse nicht mehr funktionieren, man bekommt eine Fehlermeldung geschickt. Und wenn nicht und man eine Abwesenheitsnotiz erhält, sollte diese doch zumindest klarstellen, dass der- oder diejenige nicht mehr im Unternehmen tätig ist, oder etwa nicht?

Nicht so bei einer Firma, in welcher die Mitarbeiter wie die Unterhosen gewechselt werden und ein Kommen und Gehen wie im Laufhaus herrscht. Dann schämt man sich für seine Personalpolitik und erwähnt besser nicht, dass schon wieder jemand weg ist. So zumindest lässt die folgende Abwesenheitsmeldung vermuten:

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin derzeit nicht im Büro und werden meine emails nur eingeschränkt lesen.
Bitte wenden Sie sich mit Fragen und Emails an frau.chefin@super-group.com.

Dear Madam/Sir,

At the moment I am not in the office and will not check my emails on a timely basis.
Please send you questions/emails to frau.chefin@super-group.com.

Mit freundlichen Grüßen
Best regards

2 Gedanken zu “Wenn sich Unternehmen für ihre exzessive Fluktuation schämen…

  1. Das Problem einer hohen Mitarbeiterfluktuation haben meiner Meinung nach hauptsächlich Firmen, bei denen nicht klar ist wo es hingeht. Ständige Kurswechsel rufen dene Eindruck hervor, dass diejenigen, die die Entscheidungen im Unternehmen fällen keine Ahnung haben und den Karren früher oder später an die Wand fahren. Jeder normal denkende Mensch versucht da natürlich auszusteigen, bevor es kracht!
    Es wäre schön, wenn auch die Führungsetagen dieser Unternehmen umdenken würden bevor die Wand kommt….das passiert leider viel zu selten. Vielen wäre mit einer klar formulierten Vision geholfen, die sie sich ins Gedächtnis rufen können, wenn schwierige Entscheidungen anstehen.
    Wir wollen dieses Umdenken vorantreiben und haben hier zusammengefasst, wie wir denken, dass die Zukunft diesbezüglich aussehen sollte: http://murakamy.com
    Ich denke, dass das Umdenken schon stattfindet und immer mehr Unternehmen in Zukunft anfangen vermehrt über Inhalte nachzudenken.

    • Hallo Robin, da hast du sicher Recht, dass oft die Vision fehlt. Ich glaube allerdings darüber hinaus, dass es auch oft darum geht, für sich selbst möglichst viel aus der Firma zu pressen bevor sie den Bach hinuntergeht. Und wenn das das Ziel ist, braucht das Unternehmen nicht mal eine Vision.

      Gratulation zu eurer website im Übrigen und zu den den sympathischen Regeln!

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